„Und Goebbels brüllt ins Mikrofon …. “

29. Mai 2009

Diesmal zeigt die Tageszeiung Dolomiten einen blinden braunen Fleck auf.

Doch der Verantwortliche bei den Schützen hatte den Link zu braunem Gedankengut nicht gesehen.

Interessante Erklärung. Man hatte damals ja auch die vielen Nazi-Einträge von Maran und Tiroler Madl nicht gesehen 0der wie auch immer. Eigenartige Erklärung. Als étrangér italienisch schrieb, sah man sofort – und löschte umgehend. Nicht gesehen?

Der Schützenbund hat im Liederbuch ja auch alle drei Strophen des Deutschlandliedes: das ist nur bei rechtsextremen Kreisen üblich.

Nun bittet der Schützenbund um „Nachsicht“ (holt aber gleichzeitig zum Rundumschlag aus). Jener Schützenbund, der ständig das Kompliment des „Faschismus“ austeilt, und da reicht es, dass ein Italiener „Alto Adige“ sagt. Doch neun Jahre lang ein Nazi-Link, den niemand gesehen haben will, soll OK sein.

Und während die Schützen die Kriegsverbrechen in Abessinien ankreiden, ehren sie jene, die eine Amnestie für alle NS-Kriegsverbrechen forderten.

Braune Flecken oder ganze braune Teppiche?

***

Nachtrag:

Der Schützenbund sieht freilich keinen Handlungsbedarf, im Gegenteil, man verurteilt „einstimmig die Hetzkampagne“.

Freilich, auf einen Nazilink hinweisen, ist eine Hetzkampagne.


„deutsche Kulturnation“

25. Mai 2009

Im Land gibt es Leute, die den großdeutschen Missionaren nahe stehen und recht sonderbare Artikel publizieren, mit Passagen wie:

„Denn die Südtiroler brauchen keine neue Südtiroler Identität, sie haben bereits eine – sie sind Teil Tirols, Österreichs und der deutschen Kulturnation!“

Es gibt in Südtirol also, laut dieser Sicht der Dinge, nur eine Sprache und eine Kultur. Für mich und alle Ladiner und Italiener im Land gibt es da nur zwei Möglichkeiten:

Entweder ich bin kein Südtiroler (und komme so nicht in den Genuss aller Bürgerrechte, sondern bin als Gast hier und muss, wenn man es will, das Land verlassen), oder ich bin Deutscher.

Da keine der Optionen zutrifft, ist besagter Artikel auf dem Blog eines nach rechts abdriftenden Kollegen nichts als ein strohdummer Fälschungsversuch.

Monzenâs anse assà.


vorbildlich

18. Mai 2009

gerade in jenen Kreisen, die sich für die Selbstbestimmung bzw. für die Angliederung an Österreich stark machen, hört man immer wieder, dass der Minderheitenschutz in Österreich vorbildlich sei.

Wenn dem so ist, kann man ja die Schutzbestimmungen für Slowenen in Kärnten oder Kroaten im Burgenland auf Südtirol übertragen, und schon haben wir ein Musterbeispiel des Minderheitenschutzes, und alle sind glücklich und zufrieden.


der vergleich

8. Mai 2009

“Die Süd-Tiroler Freiheitskämpfer haben sich, vergleichbar mit den Partisanen des 2. Weltkrieges, gegen die verbrecherischen Methoden eines Staates zur Wehr gesetzt”

Ein Vergleich, der eine UNGEHEUERLICHKEIT ist.

Es gibt natürlich Leute, die den Hinweis auf diese Ungeheuerlichkeit unterbinden möchten.