Verkrüppelte Dreisprachigkeit

Die SAD:

Internetauftritt dreisprachig. Deutsch, Italienisch.

Und Englisch.

Die Fahrpläne sind zweisprachig.

Ladinisch: kein Wort. Auch nicht in den ladinischen Tälern: Keine Info, kein Fahrplan – nichts auf Ladinisch.

Ladinische Ortsnamen: Keine, nirgends (es sein denn, wie Longega oder Corvara, die italienische Version entspricht der ladinischen).

Die Züge fahren von Rom nach Bolzano/Bozen. Die Busse der SAD fahren nur nach St. Vigil/S. Vigilio oder La Villa/Stern.

Das große Modell des MInderheitenschutzes. Laut Selbstlob. Die Wirklichkeit sieht anders aus.

4 Antworten zu „Verkrüppelte Dreisprachigkeit“

  1. pérvasion sagt:

    Am 22. August habe ich der Landesabteilung Mobilität ein Mail geschrieben, mit dem ich auf einen krassen Fehler in den (alten) Fahrplänen aufmerksam gemacht habe.

    Zudem habe ich folgendes geschrieben:

    „Außerdem möchte ich hiermit in Erfahrung bringen, warum die Abteilung Mobilität immer noch die ladinischen Ortsbezeichnungen unberücksichtigt lässt! Das ist doch gerade so, als benützte die italienische Bahn in Südtirol ausschließlich die italienischen Toponyme in Fahrplänen, Bahnhöfen und Zügen, was wir als absolut inakzeptabel empfinden würden. Das Land muss den Ladinern gewähren, was es auch von anderen – richtigerweise – einfordert!“

    Der Fehler in den Fahrplänen wurde behoben. Zu den ladinischen Ortsnamen keine Antwort und – eben – auch keine Änderung.

  2. ladinia sagt:

    iolan danke merci
    diese Mail könnte ja grad von mir stammen.

    Dass dann private Bahnbetreiber nicht vorbildlich sind, ist ein eigenes Kapitel, aber das entbindet den Mobilitäts-Tommy nicht von den Pflichten, die er hat und nicht wahrnimmt.

  3. pérvasion sagt:

    Welche privaten Bahnbetreiber meinst du?

  4. ladinia sagt:

    die Liftbetreiber

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